Bundesliga Spieleretats Saison 2019/2020

Die wahre Bundesliga-Tabelle 2019/2020 – Wer macht was aus seinen finanziellen Möglichkeiten?

Welchen Einfluss hat die Höhe der ausbezahlten Spielergehälter auf das Abschneiden in der 1. Fußball-Bundesliga? Wer gewinnt im Performance-Vergleich? Wer schneidet besonders schwach ab? Viele Fragen und noch mehr Antworten. Eine Übersicht in Tabellen und Grafiken.

Text und Statistiken – Thorsten Weil / Artikel vom 30.07.2020

SC Freiburg ganz vorne

Mit einem der geringsten Spieleretats aller Bundesligisten erreicht der SC Freiburg zum wiederholten Mal eine außergewöhnlich gute Platzierung mit Platz 8 in der Abschlusstabelle.

Zum Vergleich: Werder Bremen zahlt deutlich höhere Gehälter (Gehaltsranking Platz 9) und wäre fast abgestiegen. 

+ 0
8 Plätze besser als im Spieleretat-Ranking​

Tabellenplatz 8,
Durchschnittliches Gehalt 0,65 Mio. pro Spieler (Platz 16 im Gehaltsranking) 

Die Outperformer Tabelle – Alle 18 Bundesligisten im Vergleich zu Tabellenplatz und Gehaltsranking

Die folgende Tabelle zeigt Euch alle Rohdaten und die Berechnung der echten Performance anhand der zugrunde liegenden Daten der Durchschnittsgehälter. Die Gehaltsdaten stammen vom renommierten Analysedienst Sporting Intelligence.   

#VereinØ Spieler-Gehalt 2019 in € [1]Platzierung Saison 19/20Rank PersonalaufwandPerformance
1SC Freiburg651.910816+8
21. FC Union Berlin605.7131117+6
3Bor. M'gladbach1.718.73847+3
4TSG Hoffenheim1.522.30368+2
5RB Leipzig2.163.83034+1
6E. Frankfurt1.377.549910+1
7Hertha BSC1.159.9821011+1
81.FSV Mainz 05762.8281314+1
9Bayern München7.271.286110
10Bor. Dortmund4.451.801220
11SC Paderborn 07374.98518180
12Bay. Leverkusen2.853.48053-2
13VfL Wolfsburg2.158.48575-2
141. FC Köln1.096.4581412-2
15FC Augsburg910.8351513-2
16F. Düsseldorf676.1171715-2
17FC Schalke 041.956.808126-6
18Werder Bremen1.402.542169-7

Welche Vereine erreichen ebenfalls eine überdurchschnittliche Platzierung?

Wenig überraschend erreicht Union Berlin den zweiten Platz hinter dem SC Freiburg. Als Aufsteiger mit geringem Spieleretat überzeugte Union Berlin auf ganzer Linie mit Platz 11 in der Abschlusstabelle. Von den finanziellen Möglichkeiten (Platz 17) hätte Union direkt wieder absteigen müssen.

Borussia Mönchengladbach als drittplatzierter Verein im Performance-Ranking hat da ganz andere Möglichkeiten (Position 7 im Gehaltsranking). Es ist allerdings nicht selbstverständlich, als ambitionierter Mittelklasse-Klub in die Champion-League Ränge mit Platz 4 vorzustoßen.

Die TSG Hoffenheim schafft es ebenfalls zum wiederholten Mal besser abzuschneiden, als es der finanziellen Gehaltsrahmen vorgibt. Insgesamt schneidet Hoffenheim 2 Positionen besser ab. (Abschlusstabelle Platz 6, Gehaltsranking Position 8)

Union Berlin

+ 0

Tabellenplatz 11,
Spieleretat 0,6 Mio. pro Spieler (Platz 17)

B. M'gladbach

+ 0

Tabellenplatz 4,
Spieleretat 1,71 Mio. pro Spieler (Platz 7)

TSG Hoffenheim

+ 0

Tabellenplatz 6,
Spieleretat 1,52 Mio. pro Spieler (Platz 8)

Diese beiden Bundesligisten müssten laut Gehaltsranking viel weiter oben landen

Das nur knapp dem Abstieg entronnene Werder Bremen und der FC Schalke 04 blieben beide weite hinter ihren Möglichkeiten. Mit knapp 2 Mio. an durchschnittlichen Spielergehältern müsste Schalke eigentlich im internationalen Geschäft sein und das ambitionierte Werder gehört von den finanziellen Möglichkeiten ins Mittelfeld der Tabelle.   

Werder Bremen

- 0

Tabellenplatz 16,
Spieleretat 1,4 Mio. pro Spieler (Platz 9)

Schalke 04

- 0

Tabellenplatz 12,
Spieleretat 1,95 Mio. pro Spieler (Platz 6)

FAZIT

Die Tabelle lügt nicht am Ende einer Saison.

Das Schalke und Bremen weit hinter den Erwartungen zurückblieben und Bayern und Dortmund im Rahmen Ihrer Möglichkeiten abschneiden, bestätigt die eigenen Erwartungen.

Spannend ist das negative Abschneiden von Wolfsburg und Leverkusen, obwohl die Arbeit dort im allgemeinen als positiv betrachtet wurde.

Im Gegensatz dazu die beiden anderen Investorenvereine Leipzig und Hoffenheim, hier wird aus den zur Verfügung stehenden Mitteln überdurchschnittlich viel rausgeholt.

Zum Abschluss: Das über viele Jahre weit überdurchschnittliche Abschneiden der beiden Traditionsvereine Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt kann als Blaupause für andere Vereine mit hohen Ambitionen sein.